CQ 09/2007

Wieder mal ist die Sommerpause um, ich bin ein Jahr älter geworden, und mit dem ersten Challange Qualifier der Saison 2007/2008 starte ich nicht nur einen neuen Angriff auf das Erreichen meiner sportlichen Ziele in Sachen Snooker (Pokal gewinnen und/oder Top 100 in Österreich), sondern fasse auch den Vorsatz, dieses Jahr wieder öfter Blog-Einträge zu verfassen.

Mal sehen, wie lange ich diesmal durchhalte

Wobei ich diesen Monat ja sogar Challenge hätte spielen können, nachdem es neuerdings 2 solche Turniere in der Region Ost gibt. Damit hatte ich die Wahl:
In der Challenge sang- und klanglos untergehen und neben einer neuen Erfahrung (die wohl nur "Pflichwatschen" hätte heißen können) so nebenbei 100 Ranglistenpunkte mitnehmen, oder Qualifier spielen, in der Hoffnung, die Lücke der neuen Challenge-Aufsteiger zu füllen, und endlich einen "Stockerlplatz" (und damit eine Plastikhäferl) zu erreichen.

Die Entscheidung war ganz klar: nachdem ich in der Challenge sicher kein Leiberl habe, und auch keine Lust habe, mit dort elend zu blamieren, spiele ich lieber Qualifier.

Die neuen Verhältnisse in der Region Ost machen sich auch bei den Spielerzahlen bemerkbar: gezählte 24 Spieler rittern daher auch nicht im gewohnten Doppel-KO, sondern werden in 8 3er Gruppen unterteilt. Das spricht mal für kürzere Wartezeiten und zumindest zwei Partien am selben Tisch (auch kein Nachteil).

Das Teilnehmerfeld ist tatsächlich auch um einige alte Bekannte reduziert (eigentlich fast alle meine früheren "Stolpersteine" spielen in der Challenge), hat aber mit Werner Rieschl (2 maliger ÖM im EB) und vor allem Robert Burda (3 maliger ÖM im Snooker, Highbreak 123 gegen einen gewissen Ronnie O'Sullivan) Tunierfavoriten, die sicher nicht leicht zu biegen sein werden.

Bei der Auslosung ist mir diesmal aber wenigstens mal die Glücksfee hold, und beschert mir in Gruppe E nicht nur Tisch 5 (der hat wirklich soooo große Taschen), sondern mit Robert Kaitan und dem Turnierneulig Simon Holzer eine machbare Aufgabe.

Die erste Partie gegen Robert ist dann zwar zu Beginn recht ausgeglichen, allerdings verschafft mir Robert mit einigen Fouls dann doch einen Punktevorsprung, den ich dann auch sicher über die Runden bringe, und 2 - 0 gewinne. Gut gespielt ist zwar anders, aber was solls.

In der zweiten Runde habe ich Pause, Robert schlägt Simon mit 2 - 0, sodaß ich in der dritten Partie gegen Simon nicht nur um meinen, sondern auch Roberts Aufstieg ins 1/8 Finale kämpfe.

In meiner 2 Begegnung finde ich mich dann immer besser mit Tisch 5 zurecht, und lasse meinem Gegner eigentlich keine Chance. Mit 19 (Rot-Schwarz-Rot-Rosa-Rot-Gelb) und einem "klassischen" 16er (Rot-Schwarz-Rot-Schwarz) gelingen mir dann auch 2 halbwegs passable Breaks (neben einigen schönen Stellungen, die ich durch ganz knappe Pendler davor leider nicht ausnutzen kann), und das logische Endergebnis heißt wieder 2 - 0 für mich.

Im 1/8 Finale dann eigentlich wieder Glück für mich, der Gegner ist ein alter Bekannter: mein Trainingspartner Andi Vavra. Vor der Partie wiege ich mich noch in Sicherheit, und mache sogar "psychologischen Druck", indem ich Andi an das letzte Training am Donnerstag erinnere (wo ich ihm alle 4 gespielten Frames abgenommen habe).
Allerdings zeigt sich Andi dann im Spiel nicht nur unbeeindruckt von meinem "Einschüchterungsversuch", sondern auch stark verbessert.
Schnell hat er sich im ersten Frame eine komfortable Führung herausgespielt, und es nutzt mir auch nichts mehr, daß ich wieder auf Tisch 5 spiele, der Frame ist - vor allem wegen meiner Spielweise - nicht mehr zu holen.
Um das Debakel dann perfekt zu machen wechselt Frau Fortuna dann im zweiten Frame auch noch mit fliegenden Fahnen die Seite, und beschert Andi neben 4 nicht unwichtigen Flukes auch noch den einen oder anderen unfreiwilligen Snooker. Naja, wenn's mal nicht läuft, dann gleich gar nicht. Der Fairness muß aber gesagt werden, daß Andi verdient gewonnen hat, weil er einfach besser gespielt hat, als ich.

Damit belege ich also den 9. Endplatz, was gegenüber dem Vorjahr ein Minus von 30 Punkten macht (30 vs. 60 für den 5. Platz damals). Schade vor allem deswegen, weil mehr drinnen gewesen wäre.

Das Turnier hat dann übrigens - wenig überraschend - Robert Burda gewonnen... aber das ist eine andere Geschichte.

30.9.07 12:04

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