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End of Summer

Nach Drängen meiner Freundin ("schreib doch endlich wieder was in dein Blog" kommt hier also der Bericht vom End of Summer Turnier, bei dem ich gestern teilgenommen habe.

Nachdem ich mir in der Früh noch einen ordentlichen Kratzer von unserem Gastkater Newton geholt hatte (am rechten Unterarm, ca. 7 cm lang), versuchte ich, vor dem Turnier mich erstens einzuspielen, und zweitens, durch gepflegten Small-Talk meine Gegner einzuschüchtern und mir bessere Chancen auf einen der Pokale zu verschaffen.

Die erste Runde bescherte mir einen der Jugendtrainer (und gleichzeitig den Vizwpräsidenten unseres Clubs) Robert als Gegner, zumindest mal keine unlösbare Aufgabe.
Mein Spiel war allerdings dann von Anfang an ziemlich verhakt, irgendwie kam ich nicht ins Spiel, und so blieben höhere Breaks ein Wunschtraum. Daß ich den über 2 Stunden Marathon dann doch 2:0 für mich entscheiden konnte, ist wohl darauf zurückzuführen, daß ich in den entscheidenen Momenten einfach die Nerven behielt und mich nicht durch grottenschlechte Stöße aus meinem nicht vorhandenen Konzept bringen ließ.

In der zweiten Runde war dann David mein Gegner. Von ihm wußte ich so gut wie gar nichts, außer daß er in der Runde zuvor Karin besiegt hatte, und dabei offenbar mehrere zweistellige Breaks erzielt hatte (die Partie hatte in der ersten Runde am Nebentisch stattgefunden).
Ich war also guter Dinge, bald die Heimreise antreten zu dürfen, und konnte im ersten Frame meinem Gegner tatsächlich nicht wirklich viel entgegensetzen. Einzig nenneswert war, daß wir ca. 20 Minuten auf die letzten drei Bälle spielten, wobei ich 19 Punkte Rückstand hatte, also schon einen Snooker begraucht hätte.
Im zweiten Frame hatte ich dann eindeutig viel Glück und konnte auf 1:1 Stellen. Schöne Potts auf die letzten Bälle im dritten Frame sicherten mir dann doch noch den unerwarteten 2:1 Sieg. Allerdings war der Anteil an Glück und Nervenstärke wesentlich höher als der des schönen Spiels (hohe Breaks: wieder mal Fehlanzeige).

Die dritte Runde schien mir dann schon von Anfang an aussichtslos: der Gegner Matthias hat daheim schon mehr Pokale stehen, als ich Turniere gespielt habe (naja, zumindest fast ). So verlief auch der erste Frame wie auf einer schiefen Ebene (was beim Snooker bekanntlich nie gut ist). Schnell war ich 37:1 hinten, und war froh, mich mit 60:22 doch noch halbwegs ehrenhaft aus der Affäre ziehen zu können. Der zweite Frame verlief dann allerdings ganz anders: irgendwie schafften wir es, die Roten so halbwegs aufzusplitten und dazwischen nicht weniger als vier Farben zu verstecken, sodaß mehr oder weniger alles blockiert war. Das Angebot zum Re-Rack nahm ich angesichts meines knappen Vorsprungs (ca. 20 Punkte, glaube ich) nicht an, und beschloß, mich irgendwie durch diesen Frame zu kämpfen. Und tatsächlich: während Matthias zunehmend an der vertrackten Situation verzweifelte, und kaum mehr gute Stöße zusammenbrachte, sammelte ich mit 2-Ball Breaks fortlaufend Punkte und konnte tatsächlich auf 1:1 stellen.
Auch der dritte Frame brachte kaum eine Besserung in unser beider Spiel, was mir natürlich eher zugute kam. Wieder lag ich lange Zeit in Führung, doch leider haderte ich dann etwas zu viel an vielen Pendlern (ich hasse Tisch 2) und so blieb die Sensation aus. Matthias setzte sich dann doch verdient mit 2:1 durch, allerdings war sein Spiel für diesen Tag ruiniert, wie er mir nacher bestätigte.

Der Verliererast bescherte mir dann mit Franz einen alten Bekannten. Die Partie verlief wieder mal recht knapp, und all mein Glück hatte ich schon in der 2.Runde verbraucht. Tisch 2 (schon wieder) tat dann sein übriges, daß ich nur den 2. Frame gewinnen konnte, und mich mit 2:1 aus dem Turnier verabschieden mußte.

Mein Resümee: Immerhin konnte ich einen stärkeren Gegner schlagen und einem zweiten mein "Spiel" (pfui gaga ) aufzwingen und damit ebenfalls an den Rand einer Niederlage führen. Ich konnte in jedem Spiel zumindest einen Frame gewinnen, aber ich mag Tisch 2 nicht.

Zusatz: meine Endplatzierung war übrigens der 9. Platz, also leider doch recht weit von den Pokalplätzen entfernt.

1 Kommentar 27.8.06 12:52, kommentieren

Der Fluch von Tisch 2

Heute hatte ich wieder mal eine Clubmeisterschafts-Partie.
Gegner: Patrick
Ziel: unbedingt gewinnen, und die Chance auf den 2. Gruppenplatz wahren
Tisch: 2

Wieder mal der ungeliebte 2er Tisch. Im ersten Frame dachte ich noch, dem Fluch diesmal durch freche Ignoranz entgehen zu können und spielte gar nicht schlecht (wenn auch keine hohen Breaks dabei waren). Begünstigt auch durch jede Menge Fouls von Patrick konnte ich dann auch tatsächlich souverän auf 1:0 stellen.
Dann aber war's wieder vorbei. Den 2.Frame holte sich Patrick relativ sicher und auch verdient. Im 3. wollten die einfachsten Bälle nicht fallen (2 mal schnurgerade Rosa vergeben, mit wunderbarer Stellung auf die nächste Rote) und dann natürlich auf die letzte Schwarze um 3 Punkte verloren.
Im 4. (und leider letzten) Frame gesellte sich dann zu meiner Dummheit auch wieder das unvermeidliche Pech, ich hatte einige unglückliche in-offs und Patrick legte mir bei Rosa und Schwarz am Tisch einen so wunderschönen Dusel-Snooker, daß es ihm selber peinlich war. Natürlich konnte ich nicht lösen, brauchte daher Snooker und der Rest war Formsache.

Damit steht auch schon quasi fest, daß ich mir den Aufstieg abschminken kann, weil ich - selbst wenn ich gegen Kurt zweimal gewinne - nur mehr auf sechs Siege kommen kann, und Franz und Stefan wohl jeweils sieben Siege erreichen werden. Na gut, eigentlich hatte ich ja gar nicht damit gerechnet, da überhaupt mitreden zu können, aber jetzt ärgert's doch...

4 Kommentare 31.8.06 22:23, kommentieren